Mitteltrab Teil 8: Christoph Hess über den Mitteltrab

Lesen Sie auch Teil 1-7

Christoph Hess beschreibt in seinem Buch „Besser Reiten für Fortgeschrittene“ (FN-Verlag), wie man das Pferd optimal beim Mitteltrab unterstützen und auf diesen optimal vorbereiten kann.

 

Grundsätzlich gilt:

Wird ein Pferd ehrlich nach den Regeln der Richtlinien für Reiten und Fahren ausgebildet, so ist das Reiten eines korrekten, ausdrucksstarken Mitteltrabes eine Anforderung, die erst weit hinten auf der Liste der zu übenden Lektionen und Tempi in den Grundgangarten angesiedelt ist.

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Mitteltrab Teil 7: Zitate zum Mitteltrab Teil 2

Mehr Zitate:

Reitvorschrift (R. V.)H. Dv. 12 (Heeresdienstvorschrift), Verlag E. S. Mittler

Verbesserung des Ganges und der Durchlässigkeit durch Mitteltrab

(Ziffer 69)

Wenn sich die Muskeln des Pferdes, besonders die Kruppen-, Rücken- und Bauchmuskeln genügend gebildet haben, die Schubkraft der Hinterhand und die Tragfähigkeit des Rückens entwickelt sind, kann eine bestimmte Anlehnung gefordert werden.

Von diesem Zeitpunkt an muß eine Verbesserung des Ganges und der Genickbiegung unter vermehrter Inanspruchnahme der Hinterhand durch den Mitteltrab angestrebt werden.

Mitteltrab ist der beste Prüfstein für eine richtig aufgebaute Ausbildung und zugleich das beste Mittel, durch falsche Versammlung entstandene Fehler zu beseitigen. Voraussetzung ist jedoch, daß die Genickbiegung nicht verloren geht; ohne sie vereitelt der Mitteltrab jeden Fortschritt der Dressur.

Bei der Arbeit im Mitteltrab ist auf die Anlagen des einzelnen Pferdes besondere Rücksicht zu nehmen. Anfangs ist er nur wenige Tritte zu fordern, dann allmählich zu steigern. Pferde mit schwachem Rücken sind zuerst im Leichttraben zum Mitteltrab zu bringen.

Zur Erzielung des Mitteltrabes werden die Pferde, nötigenfalls unter Beihilfe der Gerte, an die gleichmäßig anstehenden Zügel vermehrt herangetrieben. Übereilt sich ein Pferd beim Zulegen, tritt es ungleichmäßig oder trägt es Hals und Kopf, ohne Rückentätigkeit gehend, zu hoch, so wird das Tempo sogleich wieder gemäßigt und erst wieder verstärkt, wenn sich die langen, ruhigen Tritte und eine gewisse Beizäumung wiedergefunden haben.

Der Reiter muß dabei bestrebt sein, das Pferd geradegerichtet zu erhalten. Die Gehlust und die bereits gewonnene Anlehnung dürfen nicht verloren gehen. Ist dies dennoch eingetreten, so muß dem Pferde zunächst wieder die ihm mehr zusagende schiefe Haltung so lange zugestanden werden, bis die einseitigen Widerstände in Genick und Hinterhand überwunden sind.

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Mitteltrab Teil 6: Zitate zum Mitteltrab Teil 1

Zur Veranschaulichung nun einige Zitate und Beispiele:

Die nachstehenden Zitate folgen in zwangloser Reihenfolge und sollen nur dazu anregen, mit ihnen das bereits vorstehend (in Teil 1-5) Gesagte kritisch zu vergleichen und ggf. die bisherigen Ausführungen zu unterstreichen bzw. zu ergänzen. Bei den Formulierungen darf man jedoch keine zu strengen Maßstäbe anlegen, da sich der Sprachgebrauch im Laufe der Jahre ändert. Ebenso kann die Bedeutung eines Begriffs im deutschen Sprachraum unterschiedlich sein. Gerade die abweichende Ausdrucksweise lässt im Vergleich viele Einzelheiten deutlicher und plastischer werden.

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Problemzone Fesselträger

Wo sitzt der Fesselträger? Welche Funkition hat er? Warum sind Verletzungen am Fesselträger immer so langwierig?

Antworten auf diese und andere Fragen erhalten Sie hier …

Dr. Mark Kaminski aus Bochum, Experte auf dem Gebiet des Beugesehnenapparates beim Pferd, erläutert in diesem Artikel  anschaulich die Problematik bei Erkrankungen am Fesselträger:

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Neuerungen Teil 3: Aufgabenheft 2012 – Neue Dressuraufgaben in der Vielseitigkeit

Neue Dressuraufgaben in der VielseitigkeitVielseitigkeitsreiter über einem Sprung

Mit der Neuauflage des Aufgabenheftes 2012 war auch die Disziplin Vielseitigkeit aufgefordert, über ihre Dressuraufgaben nachzudenken. Hierzu hat sich eine Arbeitsgruppe auserfahrenen Vielseitigkeitsrichtern, Mitgliedern des Fachausschusses Vielseitigkeit der DRV und den Bundestrainern zusammengefunden und die entstandenen Entwürfe in der Praxis erprobt und diskutiert. Die Ergebnisse dieser Arbeit wurden anlässlich der jährlichen Tagung der Vielseitigkeitsrichter im Frühjahr in Warendorf vorgestellt und allgemein für gut befunden.

Ansteigender Schwierigkeitsgrad

Danach wird es in der Klasse E keine Änderungen geben. In den Klassen A bis M wird es in Zukunft jeweils drei Aufgaben geben, die hinsichtlich der Anforderungen aufeinander aufbauen und einen leicht ansteigenden Schwierigkeitsgrad aufweisen.

In den Klassen L und M werden die bestehenden FEI Einstern- bzw. Zweisternaufgaben (z. Zt. die Versionen A und B von  2009) auch für nationale Prüfungen zugelassen. Die jeweilige A-Version ist geringfügig leichter als die B-Version, was damit in die gewollte Systematik passt.

Die FEI-Aufgaben A werden demnach national zu den Aufgaben VL1 bzw. VM2. Der jeweils dritte Aufgabenvorschlag stellt noch einmal eine kleinere Steigerung dadurch dar, dass sie im Gegensatz zu den internationalen Aufgaben auf einem Viereck 20×40 m geritten werden. Die Abstufung bzw. Einordnung der Aufgaben hinsichtlich ihres leicht unterschiedlichen Schwierigkeitsgrades ermöglicht ggf. auch eine Zuordnung zu den Klassen A*/** bzw. L*/**, falls diese Differenzierung in der neuen LPO 2013 realisiert wird.

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Mitteltrab Teil 5: Mitteltrab aus der Sicht eines Turnierrichters

Zur Einführung lesen Sie auch Teil 1-4:

Wie beurteilt denn der Turnierrichter den ihm an diesem Tag gezeigten Mitteltrab?

 Positiv

Schwungvoll, mit gutem Ausdruck, mit viel Raumgriff, mit ausgezeichnetem Schub, in sicherer Haltung, mit deutlicher Rahmenerweiterung, federndes Durchschwingen der Hinterbeine, gute Rückentätigkeit, durchlässige Übergänge bei korrekten Tempi, in guter Kadenz, in sicherer Anlehnung, auf gerader Linie usw.

 Negativ

Eiliger Bewegungsablauf, Taktfehler, kein Bodengewinn, zu wenig Schub, Tempo nicht erreicht, Pferd kommt auf die Vorhand, matt, laufend, zu wenig Dehnung, Pferd ‚kippt ab’ (verliert die Haltung), legt sich auf die Hand, Pferd macht sich frei, stürmt, links oder rechts neben dem Hufschlag, gespannte Tritte, fester Rücken, Hinterhand heraus, Pferd wird hinten breit, fußt seitlich an der Vorhand vorbei, gespannte Tritte der Vorderbeine ohne Untertreten der Hinterbeine („Vorne wird getrommelt, aber hinten folgen keine Soldaten!“) Übergänge verwischt, Rückführung gegen die Hand usw.

Vergleichen Sie doch einmal diese Beurteilungen mit den anfänglich in Teil 1 unter 2. geschilderten Kriterien des Mitteltrabs.

Und so sollte es in Vollendung aussehen:

Mitteltrab_020511

 

In Teil 6  erwarten Sie Zitate aus Gegenwart und Vergangenheit zum Mitteltrab!