Teil 4: Vorarbeit – Überblick über die Seitengänge

Gemäß Aufgabenheft zur LPO

Unterschieden werden die folgenden Seitengänge:

  • Schenkelweichen und Viereck verkleinern und vergrößern
    Lektionen, die im Schritt geritten werden. Sie zählen nicht zu den klassischen Seitengängen, obwohl sie auf zwei Hufschlägen ausgeführt werden. Ihnen fehlt noch das typische Merkmal der Seitengänge und zwar die Biegung.
    Das Pferd ist jeweils zur Seite des vorwärts-seitwärtstreibenden Schenkels gestellt, aber nicht gebogen. Das innere Hinterbein tritt in Richtung des Körperschwerpunktes vor, während das äußere bis unter den Schwerpunkt folgt.
  • Schultervor
    Dies ist eine reine Übungslektion zur Vorbereitung des Schulterhereins und wird deshalb auch turniermäßig nicht verlangt.
  • Schulterherein (‚Die Mutter aller Seitengänge‘)
    Die Hinterhand bleibt auf dem Hufschlag und bewegt sich nahezu geradeaus. Die Vorhand des Pferdes wird soweit in die Bahn hineingeführt, dass die äußere Schulter des Pferdes vor die innere Hüfte des Pferdes gerichtet ist. Der innere Hinterfuß spurt in die Richtung des äußeren Vorderfußes; daher sieht der Betrachter bei korrekter Ausführung drei Pferdebeine.
    Das Pferd ist um den inneren Schenkel gleichmäßig gebogen und bewegt sich auf drei Hufschlaglinien. Beendet wird das Schulterherein, indem die Vorhand wieder auf die Hinterhand eingerichtet wird.

    Abb5: Schultervor im Vergleich zu Schulterherein

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Teil 3: Vorarbeit 2- Die Seitengänge oder das Reiten auf zwei Hufschlägen

Auf dem Weg zum Ziel muss man sich immer wieder vor Augen führen, wo eigentlich liegen Sinn und Zweck des Reitens auf zwei Hufschlägen, wie man noch vor nicht allzu langer Zeit die Seitengänge bezeichnete?

Klarheit gibt der Auszug aus den deutschen Richtlinien für Reiten und Fahren, Band 2:

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