Teil 4: Wie komm der Turnierrichter zu seiner Note? von Dr. D. Plewa

7. Notenfindung

Wie bei anderen Lektionen auch, sollte unter Beachtung der geschilderten Kriterien eine Ausgangsnote gefunden werden, die sich primär an Takt, Schwungentfaltung und Raumgriff orientiert, Wenn dann ein Taktfehler unterläuft, so ist nicht automatisch mit einer „5“ zu reagieren. Man wurde dann das Pferd mit großem Bewegungspotenzial, aber ebenso den Reiter, der im Interesse größtmöglicher Schwungentfaltung risikoreich reitet, betrafen und den. Der jedes Risiko scheut, begünstigen.

Ein Taktversehen, wie ich es üblicherweise nenne, dürfte einen Abzug um einen Punkt von der Ausgangsnote rechtfertigen. Ist die ein „gut“, kann also immer noch eine „7“ vergeben werden. Wiederholt sich die Taktstörung, dann ist deutlicher zu reagieren. Wenn ein Pferd angaloppiert, kommt es wesentlich darauf an, ob die geforderte Lektion überhaupt noch gezeigt wird. Gelingt dies nicht, weil der Reiter es nicht schafft, noch rechtzeitig einen starken Trab zu entwickeln, kann überhaupt nur noch im Notenbereich zwischen „1“ und „3“ reagiert werden, erst recht dann, wenn die Ursache des Angaloppierens ein Ungehorsam ist.

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