Die neue WBO ist da: übersichtlicher, anwenderfreundlich und verständlicher

Mit wichtigen Regeln, mit praxisorientierten Tipps und Hinweise für die Planung, Durchführung, Teilnahme und Bewertung von breitensportlichen Wettbewerben, mit Checklisten, Vordrucken und Leitfäden sowie zahlreichen Wettbewerbsbeispielen.

Die Veränderungen sind vor allem struktureller Natur. Geblieben ist die Devise „Erlaubt ist, was gefällt“, sofern die auf sieben Seiten zusammengefassten Grundregeln eingehalten werden. „Innerhalb dieser weit gesteckten ‚Leitplanken‘ ist alles möglich“, sagt Thomas Ungruhe, Leiter der FN-Abteilung Breitensport, Vereine und Betriebe. Wie die letzten Jahre zeigten, ging die Freiheit und Flexibilität der ersten WBO manchem Veranstalter allerdings zu weit. Dieser Erfahrung trägt die WBO 2013 Rechnung.

Und das ist NEU ab 2013:

Im Teil I wurden die jetzt 16 Regeln (bisher 11) in eine neue, logischere Reihenfolge gebracht und sind inhaltlich mit der LPO 2013 abgeglichen. Der Kompetenzbereich der Prüfer Breitensport wurde auf die Wettbewerbe im Umgang mit dem Pferd und auf die Geschicklichkeitswettbewerbe erweitert. Die Helmregelung schreibt für alle Teilnehmer (außer Voltigierer und wenige weitere festgelegte Ausnahmen) das Tragen eines Helmes fest vor. Für den Sieger muss ein Ehrenpreis und für alle Teilnehmer mindestens Schleifen gegeben werden.

Der überarbeitete zweite Teil bietet mit über hundert Wettbewerben verschiedene Ausschreibungsmuster mit vielen Details an: Anforderungen, Bewertung, Ausrüstung, zusätzliche Bestimmungen, Parcoursskizze oder Dressuraufgabe. Neu ist der einheitliche Aufbau! Das lästige Blättern in Teil IV entfällt. Auf einer oder zwei Seiten findet man alles, was dazu gehört.

Freuen dürfen sich auch Fahrsportfreunde, denen die WBO 2013 noch mehr Ausschreibungsvorschläge bietet als bisher. Die Fahr-Wettbewerbe sind sehr umfangreich um weitere Wettbewerbe ergänzt worden, die vorhandenen wurden ebenso wie die Voltigier-Wettbewerbe aktualisiert. Neu aufgenommen wurden Wettbewerbe im Orientierungsreiten und –fahren (TREC).

Die Checklisten im Teil III wurden redaktionell überarbeitet und an die überarbeiteten Regeln angepasst.

Alle früher im Teil IV zu findenden ergänzenden Hinweise zu den Wettbewerben sind jetzt in Teil II direkt bei den Wettbewerben zu finden und entfallen somit hier. Der Anhang ist somit erheblich reduziert worden. Zu finden sind hier: Nennungsvordrucke, Abbildungen zu Ausrüstungsgegenständen,  Hufschlagfiguren etc.

Nicht mehr zu finden sind Verweise auf den „großen Bruder“ LPO. „LPO und WBO sind zwar Geschwister und kommen aus einer Familie, sie sind aber auch eigenständige Persönlichkeiten. Unser Ziel ist es vor allem, Jugendlichen aber auch älteren Neu- und Wiedereinsteigern den ersten Turnierstart zu erleichtern, neue Zielgruppen zu gewinnen und neue interessante Wettbewerbsangebote zu erfinden“, sagt Ungruhe.

Hinweis: Die WBO ist ein eigenständiges Regelwerk, der Erwerb der LPO ist nicht notwendig. LPO-Inhalte werden, soweit notwendig, inhaltlich zitiert.

Beitrag als PDF runterladen: WBO 2013 – Was ist neu?

Teil 6: Vielseitigkeit und die Neue Leistungsprüfungsordnung

Hinter fast allen Änderungen im Vielseitigkeits-Teil der LPO steckt der Wunsch nach noch mehr Sicherheit und gleichzeitiger Anpassung an das internationale Reglement. Dazu zählt auch die Einführung eines Technischen Delegierten, kurz TD, dessen Funktion sich auf internationalen Turnieren seit Jahren bewährt hat.

Was aber genau macht ein Technischer Delegierter?
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Teil 5: Änderungen in der Disziplin Springen

Neue Stilspringprüfung „Weg und Zeit“
„Im Stilspringen wird oft ‚in Schönheit gestorben’, im Zeitspringen der Hahn aufgedreht.“ In klaren Worten bringt Peter Teeuwen (Hanstedt) auf den Punkt, was er Wochenende für Wochenende auf den Turnieren beobachtet. Eine neue Prüfungsform soll ab 2013 für Abhilfe sorgen: die Stilspringprüfung „Weg und Zeit“, die wie ein Zeitspringen aufgebaut, aber wie ein Stilspringen bewertet wird. „Die Reiter sollen lernen, gleichzeitig schön und effektiv zu reiten und die kürzer gemessene Erlaubte Zeit durch gut gerittene enge Wendungen einzuhalten“, sagt der Bundestrainer der Ponyspringreiter. Einen Testlauf für die neuen Prüfungsform gibt es in diesem Jahr bereits beim Landeschampionat Hannover.

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