Alle Beiträge von ar

Alte Meister in Leverkusen mit Wolfram Wittig

Die Sommerpause ist vorbei und die Alten Meister gehen in eine neue Runde. Auf der Reitanlage Bayer Leverkusen, Otto-Beyer-Str. 1 in 51061 Köln startet die nächste Veranstaltung mit Wolfram Wittig. Dies ist der einzige Termin überhaupt mit Wolfram Wittig und daher eine einmalige Gelegenheit den Nationaltrainer der österreichischen Nationalmannschaft live zu erleben. Unter dem Thema: „Der Aufbau und das Arbeiten von Pferden in der Dressur“ wird an 4 Pferden mit unterschiedlichem Ausbildungsstand, die Dressurarbeit erläutert!
Die Teilnahme ist KOSTENLOS. Um vorherige Anmeldung unter: http://www.henning-reitevents.de/anmeldung/index.php wird gebeten.

Mounty ist mit einem Stand vor Ort und berät euch gerne!

Aufsitzhilfe – Sanft aufs Pferd steigen – Sinnvoll oder nicht???

Herkömmliches Aufsitzen ist für das Pferd jedes Mal eine Belastung – körperlich und nervlich. Kein Wunder, wenn die Wirbelsäule des Pferdes beim Aufsteigen zwangsläufig zur Seite gezogen wird. So haben Wissenschaftler beispielsweise ermittelt, dass bei einem Pferd mit dem Stockmaß von 1,70 Meter, das von einem 80 Kilogramm schweren Reiter von der Erde „erklommen“ wird, eine Kraft von 38 Kilogramm seitlich auf den Sattel wirkt. Benutzt aber derselbe Reiter beim selben Pferd eine Aufstiegshilfe von nur 30 Zentimetern Höhe, verringert sich diese Kraft um 55 Prozent auf 17 Kilogramm. Dieser seitliche Zug belastet natürlich die Wirbelsäule des Pferds erheblich, da sich die langen Dornfortsätze speziell des Widerrists verdrehen, und kann bei empfindlichen Pferden auf die Dauer sogar Sattelzwang erzeugen. Um diesen Misstand zu beheben, gab es bisher immer wieder Ansätze. Aber nie eine praxisgerechte Lösung. Aufsitzhilfe – Sanft aufs Pferd steigen – Sinnvoll oder nicht??? weiterlesen

Die neue WBO ist da: übersichtlicher, anwenderfreundlich und verständlicher

Mit wichtigen Regeln, mit praxisorientierten Tipps und Hinweise für die Planung, Durchführung, Teilnahme und Bewertung von breitensportlichen Wettbewerben, mit Checklisten, Vordrucken und Leitfäden sowie zahlreichen Wettbewerbsbeispielen.

Die Veränderungen sind vor allem struktureller Natur. Geblieben ist die Devise „Erlaubt ist, was gefällt“, sofern die auf sieben Seiten zusammengefassten Grundregeln eingehalten werden. „Innerhalb dieser weit gesteckten ‚Leitplanken‘ ist alles möglich“, sagt Thomas Ungruhe, Leiter der FN-Abteilung Breitensport, Vereine und Betriebe. Wie die letzten Jahre zeigten, ging die Freiheit und Flexibilität der ersten WBO manchem Veranstalter allerdings zu weit. Dieser Erfahrung trägt die WBO 2013 Rechnung.

Und das ist NEU ab 2013:

Im Teil I wurden die jetzt 16 Regeln (bisher 11) in eine neue, logischere Reihenfolge gebracht und sind inhaltlich mit der LPO 2013 abgeglichen. Der Kompetenzbereich der Prüfer Breitensport wurde auf die Wettbewerbe im Umgang mit dem Pferd und auf die Geschicklichkeitswettbewerbe erweitert. Die Helmregelung schreibt für alle Teilnehmer (außer Voltigierer und wenige weitere festgelegte Ausnahmen) das Tragen eines Helmes fest vor. Für den Sieger muss ein Ehrenpreis und für alle Teilnehmer mindestens Schleifen gegeben werden.

Der überarbeitete zweite Teil bietet mit über hundert Wettbewerben verschiedene Ausschreibungsmuster mit vielen Details an: Anforderungen, Bewertung, Ausrüstung, zusätzliche Bestimmungen, Parcoursskizze oder Dressuraufgabe. Neu ist der einheitliche Aufbau! Das lästige Blättern in Teil IV entfällt. Auf einer oder zwei Seiten findet man alles, was dazu gehört.

Freuen dürfen sich auch Fahrsportfreunde, denen die WBO 2013 noch mehr Ausschreibungsvorschläge bietet als bisher. Die Fahr-Wettbewerbe sind sehr umfangreich um weitere Wettbewerbe ergänzt worden, die vorhandenen wurden ebenso wie die Voltigier-Wettbewerbe aktualisiert. Neu aufgenommen wurden Wettbewerbe im Orientierungsreiten und –fahren (TREC).

Die Checklisten im Teil III wurden redaktionell überarbeitet und an die überarbeiteten Regeln angepasst.

Alle früher im Teil IV zu findenden ergänzenden Hinweise zu den Wettbewerben sind jetzt in Teil II direkt bei den Wettbewerben zu finden und entfallen somit hier. Der Anhang ist somit erheblich reduziert worden. Zu finden sind hier: Nennungsvordrucke, Abbildungen zu Ausrüstungsgegenständen,  Hufschlagfiguren etc.

Nicht mehr zu finden sind Verweise auf den „großen Bruder“ LPO. „LPO und WBO sind zwar Geschwister und kommen aus einer Familie, sie sind aber auch eigenständige Persönlichkeiten. Unser Ziel ist es vor allem, Jugendlichen aber auch älteren Neu- und Wiedereinsteigern den ersten Turnierstart zu erleichtern, neue Zielgruppen zu gewinnen und neue interessante Wettbewerbsangebote zu erfinden“, sagt Ungruhe.

Hinweis: Die WBO ist ein eigenständiges Regelwerk, der Erwerb der LPO ist nicht notwendig. LPO-Inhalte werden, soweit notwendig, inhaltlich zitiert.

Beitrag als PDF runterladen: WBO 2013 – Was ist neu?

Teil 6: Vielseitigkeit und die Neue Leistungsprüfungsordnung

Hinter fast allen Änderungen im Vielseitigkeits-Teil der LPO steckt der Wunsch nach noch mehr Sicherheit und gleichzeitiger Anpassung an das internationale Reglement. Dazu zählt auch die Einführung eines Technischen Delegierten, kurz TD, dessen Funktion sich auf internationalen Turnieren seit Jahren bewährt hat.

Was aber genau macht ein Technischer Delegierter?
Teil 6: Vielseitigkeit und die Neue Leistungsprüfungsordnung weiterlesen

Teil 5: Änderungen in der Disziplin Springen

Neue Stilspringprüfung „Weg und Zeit“
„Im Stilspringen wird oft ‚in Schönheit gestorben’, im Zeitspringen der Hahn aufgedreht.“ In klaren Worten bringt Peter Teeuwen (Hanstedt) auf den Punkt, was er Wochenende für Wochenende auf den Turnieren beobachtet. Eine neue Prüfungsform soll ab 2013 für Abhilfe sorgen: die Stilspringprüfung „Weg und Zeit“, die wie ein Zeitspringen aufgebaut, aber wie ein Stilspringen bewertet wird. „Die Reiter sollen lernen, gleichzeitig schön und effektiv zu reiten und die kürzer gemessene Erlaubte Zeit durch gut gerittene enge Wendungen einzuhalten“, sagt der Bundestrainer der Ponyspringreiter. Einen Testlauf für die neuen Prüfungsform gibt es in diesem Jahr bereits beim Landeschampionat Hannover.

Teil 5: Änderungen in der Disziplin Springen weiterlesen

Teil 4: Weitere Neuerungen

Helmpflicht

Auch das Thema Sicherheit wird von der LPO aufgegriffen. Eine Erweiterung der Helmpflicht auf Dressurreiter und Fahrer bis 18 Jahre und für alle Teilnehmer an Dressurprüfungen der Klasse E und A. Des Weiteren sind Reithelme auch auf dem Vorbereitungsplatz von Springprüfungen vorgeschrieben.

Jeder Sturz vom Pferd führt zum Ausschluss
Außerdem führt künftig jeder Sturz vom Pferd zum Ausschluss, auch wenn er – was allerdings nur selten vorkommt – vor dem eigentlichen Start erfolgt. In Stilspringen gilt das auch, wenn der Reiter nach dem Durchreiten der Ziellinie aus dem Sattel kommt.
Teil 4: Weitere Neuerungen weiterlesen

Teil 3: Neuerungen LPO 2013

Richter-Rotation und verbesserte Planbarkeit

Eine weitere Neuregelung ist das Rotationsverfahren für Richter.

Ein Richter/Technischer Delegierter darf in nicht mehr als fünf aufeinander folgenden Jahren auf einer PLS (Pferdeleistungsschau = Turnier) tätig sein“, heißt es in § 56 der neuen, ab Januar 2013 gültigen LPO. Und damit nicht plötzlich die halbe Richterschaft ausgetauscht werden muss, steht da weiter: „Bei jeder PLS ist pro Veranstaltungsjahr (Ausnahme: Voltigier-LP) mindestens ein Richter auszutauschen.“

Demnach darf ein Richter maximal fünf Jahre in Folge auf einem Turnier eingesetzt werden. Jedes Jahr muss ein Richter einer Veranstaltung ausgetauscht werden. „Damit sollen auch die Einsatzmöglichkeiten für Jungrichter verbessert werden“, erklärt Friedrich Otto-Erley. Das System wurde im Verbandsbereich Westfalen bereits erfolgreich erprobt. „Die Kritik von Reitern und Pferdebesitzern über festgefahrene Strukturen waren damals schon unüberhörbar“, sagt der PV-Geschäftsführer Klaus Ridder. Die Freude bei dieser Zielgruppe war daher groß, als 2008 Bewegung in das Richterwesen kam. Anfänglich auf gemischte Gefühle stieß die Neuerung dagegen bei den Veranstaltern. „Die einen sagten, ‚das machen wir doch sowieso schon’, andere beklagten, dass sie sich von einem eingespielten Team trennen sollten“, sagt Ridder. Auch nicht alle Richter waren auf Anhieb begeistert. Mit einem Schmunzeln erinnert sich Klaus Ridder an einen Dialog zwischen zwei Richtern. Der eine bedauerte, dass er nun seit zehn Jahren so schöne Turniere habe und nun einige davon verlassen müsse, worauf der andere antwortete. „Denk’ doch mal an die vielen schönen Turnieren, auf denen Du nicht warst, und auf denen Du nun vielleicht einmal richten kannst.“
Teil 3: Neuerungen LPO 2013 weiterlesen

Teil 2: Neu: „offene“ und „geschlossene“ Prüfungen

Warum gibt es ab 2013 „geschlossene“ Prüfungen?

Die gravierendste Änderung in der LPO betrifft die Ausschreibung von „offenen“ und „geschlossenen“ Prüfungen. Letztere sind den weniger routinierten Reitern vorbehalten und sollen 20 % einer „normalen“ Turnierveranstaltung ausmachen. Wer im LPO-Anrechnungszeitraum mit mehr als drei Pferden in Dressur oder Springen platziert war, der Leistungsklasse eins (LK 1) angehört oder an Prüfungen der Klasse S*** und höher teilgenommen hat, ist in den geschlossenen Prüfungen nicht teilnahmeberechtigt. „Damit wollen wir dem massiven Wunsch der Reiter nach mehr Chancengleichheit entgegenkommen“, erklärt Otto-Erley und beruft sich dabei insbesondere auf eine große Online-Umfrage der FN im vergangenen Jahr, an der sich fast 15.000 Turnierteilnehmer beteiligten. „Der Sport wird stärker denn je von den ,Vielreitern’ geprägt, von Reitern also, die mit mehreren Pferden starten“, sagte in Weimar auch FN-Präsident Breido Graf zu Rantzau mit Blick auf die aktuelle Turniersportstatistik. „Mit der Änderung ist jetzt ein Anfang gemacht und ein gutes Regulativ geschaffen. In ein, zwei Jahren wird es sich zeigen, ob wir bei den Kriterien – zum Beispiel ein Pferd mehr oder eins weniger – nachbessern müssen.“
Teil 2: Neu: „offene“ und „geschlossene“ Prüfungen weiterlesen