LPO 2013: Am 01. Januar 2013 tritt sie in Kraft

Warum?

Der Turniersport schrumpft. Seit dem Rekordjahr 2000 ist die Zahl der Jahresturnierlizenzinhaber um 12,7 Prozent zurückgegangen. Die Gründe sind vielfältig, wie eine Befragung ehemaliger Turnierreiter zeigt: kein passendes Pferd, Zeitmangel und Unzufriedenheit mit den Erfolgschancen und dem Bewertungssystem. Die gute Nachricht: Auch nach ihrem Ausstieg sind die meisten Ehemaligen dem Sport so verbunden, dass eine Rückkehr möglich erscheint. Diese schon etwas zurückliegende Befragung ergab weiter, dass 87 Prozent auch weiterhin aktiv reiten und immerhin 80 Prozent den Turniersport für wichtig oder sehr wichtig für den deutschen Pferdesport halten.
Die Statistik zeigt, dass sich die Turnierszene zunehmend in zwei Gruppen teilt. Die eine besteht aus einer – wenn auch überschaubaren – Anzahl von Reitern, die jedes Wochenende und mit mehreren Pferden auf Turnieren unterwegs ist, den Sport oft auch beruflich ausübt und die Prüfungen allein schon wegen der größeren reiterlichen Routine mehr oder weniger dominiert. Der zweite und größere Teil besteht aus Reitern, die gelegentlich ihren Leistungsstand auf einem Turnier überprüfen oder Gleichgesinnte treffen möchten. Diesen will die neue LPO einen „geschützten“ Bereich anbieten, in dem sie sich untereinander messen können. Dass dies von den meisten Reitern gewünscht wird, zeigt auch die große Turniersportumfrage der FN im Jahr 2011.

Wir haben uns viel Mühe gegeben, alle Neuerungen korrekt wiederzugeben. Dies bedeutet aber nicht, dass Sie sich nicht mit einem Blick in die LPO 2013 bei Zweifelsfällen selbst überzeugen sollten.

Freuen Sie sich auf den 2. Teil. Dort werden wir auf das neue System der „offenen“ und „geschlossenen“  Prüfung eingehen.

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