Archiv der Kategorie: Aufgabenheft – Reiten 2012

Neuerungen Teil 3: Aufgabenheft 2012 – Neue Dressuraufgaben in der Vielseitigkeit

Neue Dressuraufgaben in der VielseitigkeitVielseitigkeitsreiter über einem Sprung

Mit der Neuauflage des Aufgabenheftes 2012 war auch die Disziplin Vielseitigkeit aufgefordert, über ihre Dressuraufgaben nachzudenken. Hierzu hat sich eine Arbeitsgruppe auserfahrenen Vielseitigkeitsrichtern, Mitgliedern des Fachausschusses Vielseitigkeit der DRV und den Bundestrainern zusammengefunden und die entstandenen Entwürfe in der Praxis erprobt und diskutiert. Die Ergebnisse dieser Arbeit wurden anlässlich der jährlichen Tagung der Vielseitigkeitsrichter im Frühjahr in Warendorf vorgestellt und allgemein für gut befunden.

Ansteigender Schwierigkeitsgrad

Danach wird es in der Klasse E keine Änderungen geben. In den Klassen A bis M wird es in Zukunft jeweils drei Aufgaben geben, die hinsichtlich der Anforderungen aufeinander aufbauen und einen leicht ansteigenden Schwierigkeitsgrad aufweisen.

In den Klassen L und M werden die bestehenden FEI Einstern- bzw. Zweisternaufgaben (z. Zt. die Versionen A und B von  2009) auch für nationale Prüfungen zugelassen. Die jeweilige A-Version ist geringfügig leichter als die B-Version, was damit in die gewollte Systematik passt.

Die FEI-Aufgaben A werden demnach national zu den Aufgaben VL1 bzw. VM2. Der jeweils dritte Aufgabenvorschlag stellt noch einmal eine kleinere Steigerung dadurch dar, dass sie im Gegensatz zu den internationalen Aufgaben auf einem Viereck 20×40 m geritten werden. Die Abstufung bzw. Einordnung der Aufgaben hinsichtlich ihres leicht unterschiedlichen Schwierigkeitsgrades ermöglicht ggf. auch eine Zuordnung zu den Klassen A*/** bzw. L*/**, falls diese Differenzierung in der neuen LPO 2013 realisiert wird.

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Neuerungen Teil 2: Aufgabenheft 2012 – Schwerpunkt Dressur

L* und L** Dressuren

Das aus dem Ponysport schon lange bekannte Zwei-Sterne-System im L-Bereich findet jetzt auch in diesen Prüfungen Anwendung. Die Ponyreiter müssen bisher schon in den FEI-Aufgaben auf L-Niveau Schulterherein und Traversalen zeigen. An dieser Vorstufe zur Klasse M orientiert sich auch das neue System der Unterscheidung der L* und L** Aufgaben im Aufgabenheft 2012.
Die bisherigen L-Aufgaben sind leicht überarbeitet als L-1 bis L-9 für die L*-Aufgaben in das neue Aufgabenheft übernommen worden. Geritten werden sie auf Trense oder Kandare und auf 20 x 40 m oder auch auf 20 x 60 m Vierecken. Auch die Abteilungsaufgabe der Klasse L bleibt im L*-Bereich weiterhin Bestandteil des neuen Aufgabenheftes.

Im L**-Bereich (Aufgaben L-10 und L-11) wurden die Aufgaben vollkommen neu konzipiert. Zusätzlich zu den Anforderungen der L*-Prüfungen werden von den Teilnehmern auch Schulterherein und Traversalen verlangt. Hinzugekommen ist außerdem der starke Schritt. Jedoch bleiben die starken Tempi im Trab und Galopp – ebenso wie die fliegenden Wechsel – weiterhin den M-Prüfungen vorbehalten. 

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Neuerungen Teil 1: Aufgabenheft 2012 (Schwerpunkt Dressur)

Seit Anfang Oktober 2011 liegt das neue Aufgabenheft 2012  offiziell vor. Mit Spannung wurde es erwartet, da bereits viel über einschneidende Neuerungen gemunkelt wurde. Für die Neugestaltung gibt es zwar einen verantwortlichen Arbeitskreis bei der FN, aber mitgewirkt und diskutiert haben über viele Monate hinweg zahlreiche fachkundige Gruppen und Ausschüsse.

 Es galt, gut reitbare und mit den Richtlinien übereinstimmende Aufgaben zu konzipieren oder bewährte Aufgaben entsprechend anzupassen. Weiterhin war gefordert, dass die Aufgaben auch noch möglichst gleich lang und ohne Übergewichtung einer Grundgangart sein sollten. Die praktische Erprobung und Vorstellung durch erfahrene Reiter haben gezeigt, dass nicht nur diese Ziele sondern auch die nachfolgenden Vorgaben erfüllt wurden:

  •  Sterneaufteilung bereits ab Klasse A (Eine Übersicht befindet sich als pdf angehängt.)
  • Klare Unterscheidung der Aufgaben in Bezug auf die Linienführung
  • Deutliche Lektionsabfragen bei entsprechenden Schwierigkeitsgraden
  • Aufnahmen von Leitgedanken als Richtlinien für die Ausbildung und Beurteilung der einzelnen Lektionen
  • Neue Lektionsabfolgen dienen der sichereren Beurteilung der Rittigkeit, des Standes der Ausbildung und des reiterlichen Einflusses.

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