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Teil 5: Änderungen in der Disziplin Springen

Geschrieben am 09. Dez. 2012

Neue Stilspringprüfung “Weg und Zeit”
“Im Stilspringen wird oft ‚in Schönheit gestorben’, im Zeitspringen der Hahn aufgedreht.” In klaren Worten bringt Peter Teeuwen (Hanstedt) auf den Punkt, was er Wochenende für Wochenende auf den Turnieren beobachtet. Eine neue Prüfungsform soll ab 2013 für Abhilfe sorgen: die Stilspringprüfung “Weg und Zeit”, die wie ein Zeitspringen aufgebaut, aber wie ein Stilspringen bewertet wird. “Die Reiter sollen lernen, gleichzeitig schön und effektiv zu reiten und die kürzer gemessene Erlaubte Zeit durch gut gerittene enge Wendungen einzuhalten”, sagt der Bundestrainer der Ponyspringreiter. Einen Testlauf für die neuen Prüfungsform gibt es in diesem Jahr bereits beim Landeschampionat Hannover.

Auch Siebenjährige in Springprüfungen Kl. L und M
Mehr Zeit zum Lernen bekommen ab 2013 auch die jungen Pferde. Dann dürfen nämlich auch siebenjährige Pferde in Springpferdeprüfungen der Klasse L und M starten, sofern sie bis dato auf diesem Niveau unplatziert sind. “Wer bislang nur A-Erfolge hat, darf beispielsweise mit seinem Siebenjährigen in L-Springpferdeprüfungen starten. Pferde, die sechsjährig nur L-platziert waren, dürfen als Siebenjährige an M-Springpferdeprüfungen teilnehmen”, erklärt der Leiter der FN-Abteilung Turniersport, Friedrich Otto-Erley. Ebenfalls den jungen Pferden entgegen kommt die Einführung von A*-Springpferdeprüfungen. Bislang gab es auf diesem Niveau nur Zwei-Sterne-Anforderungen.

Anpassung beim Aufbau des Stechparcours
Eine weitere Anpassung an das internationale Reglement betrifft den Stechparcours. Hier können künftig bis zu zwei Hindernisse einbezogen werden, die zum Umlauf schon aufgebaut waren, aber nicht in den Kurs einbezogen waren oder aus den Hindernissen des Umlaufs entwickelt werden. “Das gilt zum Beispiel für einen Oxer, der im Stechen zum Steilsprung wird”, erklärt Otto-Erley das Prinzip.

Hunterklassen neu bewertet
Zu guter Letzt wurde die Bewertung von Hunterklassen verändert. Diese Prüfungsform, die eine Kombination aus Springpferde- und Stilspringprüfung darstellt, wird künftig ebenfalls mit Wertnoten zwischen 0 und 10 bewertet. Beurteilungskriterien bleiben aber weiterhin die Manier des Pferdes, der Stil des Reiters und das Herausgebrachtsein des Paares.

In 6. Teil unserer Reihe LPO 2013 werden wir über die Neuerungen in der Vielseitigkeit berichten.

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